just minimal Podcast #04 | 2013

by "Demas" | DJ-Set

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Portrait

Wie in allen musikalischen Bereichen entwickeln sich auch im elektronischen Genre nach und nach Subkulturen bei denen jeder auf seine Kosten kommt. Dabei halten vor allem Eigenheit, Mut zum Neuen und natürlich ein bisschen Spinnerei die Szene am Leben. Einer der sich hier ebenfalls der eher unkonventionellen Rhythmik verschrieben hat, ist Thomas Bätz alias Demas.

Thomas ist ein bodenständiger Typ aus dem Örtchen Steinach, das im Süden Thüringens liegt. Hier begann er bereits Anfang 2001 mit dem Erlernen des DJ-Handwerks und dem öffentlichen Abspielen ausgewählter Platten.

Durch Tatendrang, vielleicht bedingt durch die Abgeschiedenheit seines Wohnortes unweit des Thüringer Rennsteigs, und vor allem wegen seiner innigen Leidenschaft für Non-Mainstream, reichte ihm die zugekaufte Musik bald nicht mehr aus.

In diesem Zuge folgten erste eigenen Tracks und ab dem Jahr 2007 auch der Schritt zur ersten Liveshow. Seither verwirklicht er sich überwiegend als Produzent und Liveact in Kontrolle und Vorführung seiner Musikwerke. Seine Tracks definieren sich dabei durch verfrikkelte Beats und Sounds, die beim Abspielen auf einer Autofahrt schon mal zu irrtümlichen Fehldiagnosen am Fahrzeug führen können.

Wir sprechen hier von der besonderen Hingabe zu Schnipsel-Beats, die man im Allgemeinen unter Begriffen wie Fehlerfunk, Mikrohouse oder Cut-Up Techno zusammenfassen könnte. Eine Art Musik, die einen immer zum unbewussten Mitwippen animiert. Mit diesem minimalen "Gefattel" machte er auch uns auf sich aufmerksam und war mit seiner Liveshow bereits 2008 und 2009 beim "just minimal open air" zu Gast.

Ein weiteres Steckenpferd von Demas ist seine Arbeit mit dem Label "Klangscheiben Records". Seit der Gründung anno 2004 ist er hier als Label-Chef tätig und schaffte sich seinen ganz eigenen Spielplatz als Produzent. So versorgt er den User nicht nur regelmäßig mit "mainstreamuntauglicher Musik für Liebhaber", sondern schuf auch eine interessante Plattform für weitere herrliche Musikexoten wie z.B. Berk Offset, Tanaka Hideyuki, Alicia Hush, Sebastian Albrecht und viele mehr.

Dass er nun längst nicht mehr der einzige seiner Gattung zu sein scheint beweist er heute in einem DJ-Set mit ausgewählten Schmuckstücken weiterer Mitstreiter.

Auf auf!....Klick, Klack, Knack und viel Spass mit "Demas" im just minimal Podcast #4

Die JM AG

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just minimal Podcast #03 | 2013

by "Thomas Stieler" | DJ-Set

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Portrait

Wie so oft gilt bei so manchem Künstler, Act oder DJ anfangs oft der essentielle Verzicht bis zur ersten, selbst verdienten Gage. Dass aber diverse Entbehrungen nicht immer als notwendiges Übel zu betrachten sind zeigt hier die Grundeinstellung im Leben eines Thomas Stieler.

Der überzeugte Vegetarier, der bis heute kein eigenes Auto besitzt, trennt sich auch in seiner musikalischen Prägung ganz bewusst von überschwerem Ballast. Hierbei verfolgt er strikt die Etikette der Urgenre Minimal- und Deep House, die er hin und wieder lediglich durch souligen House ergänzt.

Er ist ein wahrer Meister diese ruhigere Gangart zu vermitteln und agiert dabei ganz ohne den chronischen Dauerpunch auf Gehörnerven oder gar die zusätzliche, rote Eventbeleuchtung welche von übersteuerten Mischpultanzeigen ausgeht. Dennoch schafft er es immer wieder ein Geschwader an Emotionen auf das selige Tanzvolk zu übertragen. Mit dieser minimalistischen Auffassung überzeugt Thomas seit 2005 in unzählbaren Sets und verhalf dabei auch unseren Sausen von Anfang an zu ihrem Erfolg.

Seitdem hat sich Vieles getan im Hause Stieler. So hat er es neuerdings bis in das Bookingangebot des Jenaer Labels "Freude am Tanzen" geschafft und ist bereits weit über die heimatlichen Landesgrenzen hinaus unterwegs. Ganz im Sinne nachhaltiger Kultur gilt Thomas auch heute noch, im digitalen Zeitalter, als überzeugter Vinylliebhaber und bringt diese Leidenschaft nach eigenen Angaben mit weit über 2000 berillten Exemplaren zur Geltung.

Dieser Standpunkt brachte ihn wohl auch dazu dieses Medium durch eigenes Tun und Handeln weiter leben zu lassen. Hierzu versorgt er seit 2011 die User regelmäßig mit eigenen Produktionen und Remixen. Bekannte Abholadressen sind hier Labels wie Legotek, Esoulate, Lofile Records oder Finebeats. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle ist seine "My Soul EP" welche Anfang 2012 auf Polynom erschien und schon für nennenswerte Erfolge sorgte. Doch auch hier sucht man den Drang nach Aufmerksamkeit durch hämmernden Paukenschlag vergebens und bekommt stattdessen eher wohlige Wärme in der Magengegend verpasst.

Wie wir also sehen wird es nie langweilig um die Person Thomas Stieler und wir können uns in Zukunft sicher auf weitere Überraschungen freuen. Vorerst aber erst einmal mit ausgewähltem Liedgut hier im just minimal Podcast Nr. 3.

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just minimal Podcast #02 | 2013

by "Kevin Schulz" | DJ-Set

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Portrait

Mit Kevin Schulz präsentieren wir nun einen weiteren Act, der bereits seit der ersten Stunde Stammgast bei just minimal ist. Neben dem ihm verliehenen Status "Familienmitglied" gilt Herr Schulz bei uns seither als Garant für finale Tanzextasen. Hat er einmal los gelegt, geben scharfe Basslines und ein Quantum Täterä den Ton an.

Man weiß eben wie man späten Vögeln zu ihrem Wurm verhilft!

Einst geläutert und erzogen durch die House und Electroszene der Neunziger Jahre, leitete er zur letzten Jahrtausendwende, mit der Aufnahme des DJ-Handwerks seine ganz eigene "Kevinisierung" Zwei Punkt Null ein. Nach einer kleinen warm-up Phase wurden sogleich die ersten Privatpartys organisiert und auch etliche Auftritte in der Ostthüringer Clublandschaft ließen nicht lang auf sich warten. Unter den lokalen Partyjüngern von gestern erinnert man sich hier gern an den Club UNO bei Zeulenroda, die RE-HA in Auma oder das X-IT Club in Harra, welche der Herr Schulz einst regelmäßig mit Musik bewirtete.
Mit der Zeit folgten auch zahlreiche Gigs außerhalb der heimischen Gefilde. Um die Club-Referenzen aufzustocken bespielte er hierzu vom Club Zooma in Plauen über Muna / Freshblood in Bad Klosterlausnitz bis hin zu dem Freshboat des Sonne Mond Sterne Festivals auch die größeren Tanzflächen der Szene.

Seine Dj -Sets sind durch einen gewissen Biss und seiner Vorliebe für lineare Bässe geprägt. Hierbei geht es selten um emotionsgeladene Gefühlsdudelei, sonder eher um den gewissen Schub vor und hinter der Kanzel. Mit einer flexiblen Einstellung zu Minimal und Techhouse ist dieser Mann immer für eine Überraschung gut und überzeugt bei der Auswahl von Liedgut stets durch eine brodelnde Dynamik die schlicht weg ansteckende Freude auf Bewegung verschafft.




just minimal Podcast #01 | 2013

by "Dope of the Nation" | DJ-Set

Portrait

Dass Dope's Auffassung von elektronischer Musik nicht nur auf ein Talent im besonderen Maße hinweist, zeigt vor allem seine beständige Leidenschaft bei der Auswahl von Rhythmen und Klängen.

Bereits im Alter von zarten 15 Jahren hatte Andre aka "Dope of the Nation" nicht nur erste Anzeichen von Bartwuchs sondern machte auch die ersten Handgriffe als DJ an einem Plattenabspielgerät. Nach kurzen Trockenübungen standen bald nicht nur die ersten Technoplatten in der Kinderstube, nein auch eigene Hardware und der Rufname "Zarotti" wurden zugelegt.

Noch fernab der kommerziellen Konsumgesellschaft reifte neben den Härchen im Gesicht auch der Musikstil hin zum technoiden Klick Klack. Mit einer ordentlichen Portion Verspieltheit verführte dies bereits damals zum Mitwippen. Die Einstellung des einstigen Youngsters blieb auch uns nicht verborgen und gefiel auf Anhieb. Nach der Entdeckung folgte 2007 gleich der Auftritt zur Premiere des just minimal open air´s und seither gilt Dope zu den Schützlingen der grünen Familie.

Mit der Entwicklung des einstigen Flaums zum deckenden Gesichtsfell folgte im Jahr 2010 nun auch die musikalische Wende. Aus "Zarotti" wurde "Dope of the Nation" und der Sound mausert sich durch mehr Harmonien aus House und Funk zur aussagekräftigen Tanzmusik mit beständigen Einflüssen von Acid und Techno. Im Folgejahr rief neben der Verpflichtung bei just minimal auch ein Residentposten der Community "SPECHT SHOWS" in Dope´s Heimatstadt Neustadt a.d. Orla. Auch dort steht er regelmäßig hinterm Pult und erzeugt mittels tiefer Bässe und einer weiteren Portion Schmackes ganz besondere Tanzgelage.

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